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Indien - ein fremdes Land

Indien - ein fremdes Land

31/1/2011 - Das Leben leben

Indien war die bisher bewegenste Reiseerfahrung, die ich machen durfte.
Ich habe das Gefühl, das einen permanent umgibt, wenn man in Indien ist, in meinem letzten Beitrag beschrieben.
Die Erinnerungen bleiben...es ist nicht ein Gefühl, als ob man sein Gold zu Briefgold schicken würde und bekommt dafür Geld, Das ist eine Handlung im Leben, die man tut, nicht weiter darüber nachdenkt und die direkt wieder in Vergessenheit gerät. Anders eine Reise...
Ich kann nicht verstehen, dass so viele Menschen so viel Wert auf materielle Güter, wie Geld, neue I-Phones, Laptops, Flachbildschirme, etc. legen. Das ist doch nicht das, was das Leben ausmacht. Natürlich will man den Menschen den Luxus nicht absprechen und ich verachte auch niemanden dafür, der seine Werte anders legt, aber nachvollziehen kann ich es nicht. Was im Leben bleibt, das sind doch die Erinnerungen, das sind die Ereignisse und Erfahrungen die man gemacht hat (nicht mit dem Goldankauf, sondern mit Dingen die die Seele berühren...) Dinge, wie Reisen, Dinge, wie Liebe, Freundschaft, zwischenmenschliche Beziehungen! Das sind Dinge, die sich mit allem Gold der Welt nicht aufwiegen lassen. Das sind Dinge, die das Leben lebenswert machen.
Die Erinnerungen an Indien, das Gefühl, das einem in der Fremde umgibt, die Farben, die Eindrücke, die Gerüche...all das wird mir nie wieder ein Mensch nehmen können! Die Gedanken sind frei und egal was passiert, die Gedanken werden bleiben!
Ein erfülltes Leben hatte ich dann, wenn ich auf meinem Sterbebett liege und aus Überzeugung sagen kann: ja, ich habe mein Leben gelebt!

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27/1/2011 - Zwei Welten

Indien - ein Land voll von Träumen, voll von bunten Farben, grazilen Frauen in Saris, Männern mit Turbanen, Orient, fremde Gewürze und Gerüche, die um die Nase streichen, Räucherstäbchen, alternativen Menschen auf der Suche nach ihrer inneren Mitte, nach ihrem Zugang zu ihrer Seele...weiße Elefanten, geschmückt mit goldenen und roten Perlen, heilige Kühe, die den Wegesrand säumen...
Man hat genug Bilder von Indien gesehen, die das Land genau auf die eben beschriebene Art und Weise darstellen. Fasziniert will man in ein Land voll von Fröhlichkeit, von farbenfrohen und aufgeschlossenen Menschen und das bunte Treiben hautnah miterleben.
Aber warum sehen die Menschen fern ab von Indien nicht die Wirklichkeit, warum wird von Indien nicht als einem Land voll von Elend und Leid berichtet?
Natürlich, solche Berichte gibt es auch. Man denke nur an Mutter Theresa und ihr Wirken für die Armen, die Bettler, die Verhungerten, die auf der Straße Lebenden, die keine medizinische Versorgung haben...trotzdem wird dieses Bild viel zu schnell beiseite gewischt.
Es gibt beide Arten dieses Landes, es gibt die fröhliche, bunte, orientalische Seite, voll von Festen, religiösen Gebräuchen, Tanz und Musik. Aber das Elend existiert nebenher. Die Menschen verhungern nebenher. Nicht als Show, nicht als Touristenattraktion, um darzustellen, wie es sein könnte oder wie es in der Vergangenheit einmal war (wie wir es von europäischen Museen gewohnt sind, die von Hungersnöten in der Nachkriegszeit berichten - das war einmal, ist lang vorbei und betrifft uns in der Gegenwart nicht mehr), sondern in Wirklichkeit. Es ist kein Spiel, es ist die Realität.
Wie können diese beiden Welten nebeneinander existieren, fragt man sich. Ist das nicht Betrug, ist das nicht menschenverachtend?
Aber warum stellen wir diese Frage nicht umgekehrt auch uns selbst? Wir können auch leben, mit genau ebendiesem Wissen. Mit dem Wissen darum, dass anderswo die Menschen auf der Welt verhungern. Aber das erscheint uns genauso weit entfernt, als würden wir hier in ein Museum gehen und uns mit wissenschaftlichem Interesse das Leid der vergangenen Jahrhunderte in Europa betrachten.
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